Die Nachricht, dass unser Präsident Herr Ing. Helmut Jörg verstorben ist, hat uns sehr getroffen.
Die Verabschiedung fand am Freitag den 21.1.2011 um 11 Uhr am Hietzinger Friedhof (Halle 1)
1130 Wien, Maxingstraße 15 statt.
In tiefem Mitgefühl, das OPEV-Team

Nachruf Ing. Helmut Jörg
Mit großer Bestürzung ereilte uns die Todesnachricht von unserem Präsidenten Ing. Helmut Jörg. Er ist am 7. Jänner 2011 für Viele überraschend und leise fortgegangen.
Die ihm zugemessene Lebenszeit hat er intensiv genutzt. Know-How durch Show-How war sein Leitspruch, den er auch mit Leben erfüllte. Wann immer jemand Rat suchte, Helmut Jörg war zu jeder Tages- und Nachtzeit ansprechbar. Nicht selten bekam man von ihm zu hören: „Wenn Sie mich um Mitternacht anrufen, ist es besser, weil wir dann ungestört miteinander reden können.“ Wissend um den hohen Preis für dieses Engagement, hat er unbeirrt daran festgehalten für die angehenden Erfinder mit Rat und Tat jederzeit zur Verfügung zu stehen. Zurück blieben die Rücksicht auf die eigene Gesundheit, die Familie und auch der eine oder andere persönliche Wunsch. Jene, die in begleiten durften, überraschte er immer wieder mit spontanen Vorschlägen und Ideen. Es lag offenbar an seinem erfinderischen Denken, wenn sich ihm ein Problem in den Weg stellte, dieses dankbar aufzunehmen um es sogleich einer möglichen Lösung zuzuführen. Diese Lösungskompetenz, die er sich auf vielen Gebieten angeeignet hat, machte ihn in einem sehr hohen Maße fachkundig. Seine Leidenschaft des Maschinenbaus war davon naturgemäß in einem besonderen Ausmaß betroffen.
1986 wurde ihm das Amt des Präsidenten in einer Zeit übertragen, in der - unabhängig vom europäischen Einigungsprozess - die wirtschaftliche Globalisierung bereits eine besondere Herausforderung für Erfinder darstellte. Während dieser interessanten und gleichsam schwierigen Zeit leitete Helmut Jörg zielstrebig den Erfinderverband fast 25 Jahre, die unübertroffen in der Verbandsgeschichte sind. Leider erlebte er sein Jubiläum um einige wenige Wochen nicht, bei dem ihm für seine lange Tätigkeit eine entsprechende Würdigung hätte zuteilwerden sollen. Die Ehrenamtlichkeit dieser Aufgaben war ihm stets sehr wichtig. Er erkannte die Unterstützungsnotwendigkeit jener kreativen Menschen, die keine Lobbyisten hinter sich wussten.
Wir würden dem Menschen Helmut Jörg aber nicht gerecht werden, wenn wir nicht auch auf seinen hohen Einsatz für die sozial Schwachen in unserer Gesellschaft hinweisen würden. Vielen hat er immer wieder geholfen und dabei viel Langmut und Geduld bewiesen. Sein letztes großes Projekt war ihm leider nicht mehr gegönnt zu vollenden. Es wäre die Schaffung eines neuen Berufsbildes für jene Jugendliche gewesen, die den Herausforderungen einer üblichen Berufslehre nicht gewachsen sind. Es war ihm eine große Herzensangelegenheit, diesen jungen Menschen einen sicheren Platz in der Gesellschaft zu geben.
Es ist ihm daher in dieser Stunde besonders und uneingeschränkt der Dank für eine Arbeit und vor allem auch für seine Menschlichkeit auszusprechen, die einzigartig vorbildhaft war und bleiben wird.


