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Pressemitteilung Europäisches Patentamt

Weniger als eine von zehn Gründer:innen von Startups in Zukunftstechnologien ist eine Frau

Eine Gründerin diskutiert gemeinsam mit ihrem Entwicklungsteam die nächsten Schritte eines technologieorientierten Innovationsprojekts. Technische Zeichnungen, digitale Konstruktionsmodelle und ein Prototyp auf dem Besprechungstisch verdeutlichen den Weg von der Idee zur marktfähigen Innovation.
03. März 2026

Frauen sind in Forschung und Innovation zunehmend vertreten, bei Patenten, technologieorientierten Startups und technischen Führungspositionen jedoch weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Eine aktuelle Studie des Europäischen Patentamts zeigt, dass Europa hier noch erhebliches Innovationspotenzial ungenutzt lässt.

Eine aktuelle Studie des Europäischen Patentamts (EPA) zeigt, dass Frauen in Forschung, Innovation und technologieorientierten Startups zwar zunehmend vertreten sind, ihr Anteil im europäischen Innovationssystem jedoch weiterhin deutlich hinter jenem der Männer zurückbleibt. Besonders bei Patentanmeldungen, Deep-Tech-Startups und Patentberufen bestehen nach wie vor große Unterschiede.

Der Anteil von Erfinderinnen in Europa ist in den vergangenen Jahren nur geringfügig gestiegen und lag 2022 bei 13,8 Prozent. Noch deutlicher zeigt sich die Lücke bei patentierenden Startups: Nur 13,5 Prozent verfügen über mindestens eine Gründerin. Österreich zählt dabei gemeinsam mit Deutschland und den Niederlanden zu den Ländern mit den niedrigsten Beteiligungsquoten. Gleichzeitig belegt die Studie, dass Frauen über ein vergleichbares Innovations- und Erfindungspotenzial verfügen wie Männer. Die geringere Beteiligung wird daher vor allem auf strukturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Hürden zurückgeführt.

Besonders hoch ist der Frauenanteil in den Bereichen Pharmazeutik, Biotechnologie und Lebensmittelchemie, während klassische Ingenieur- und Technologiebereiche weiterhin stark männlich geprägt sind. Die Studie macht deutlich, dass Europa einen wichtigen Teil seines Innovationspotenzials noch nicht vollständig nutzt. Eine stärkere Beteiligung von Frauen in Forschung, Patenten, Unternehmertum und technischen Berufen wird daher als wesentlicher Faktor für die zukünftige Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Europas gesehen.

Quelle: Europäisches Patentamt (EPA), Studie „Förderung von Frauen in MINT“, veröffentlicht am 3. März 2026.

Bildquelle: KI-generierte Illustration (2026), erstellt mit ChatGPT/OpenAI zur visuellen Darstellung des Beitragsthemas.

Informationen & Kontakt

Logo des Europäischen Patentamtes
Europäisches Patenamt (EPA)
Bob-van-Benthem-Platz 1
D-80469 München
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