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Der Standard

Österreich europaweites Schlusslicht bei Patenten von Frauen

Eine Ingenieurin arbeitet in einem modernen Forschungs- und Entwicklungsumfeld an einem technischen Prototypen. Auf einem Bildschirm neben ihr wird eine Statistik zum Frauenanteil bei Patentanmeldungen in Europa dargestellt. Die Szene symbolisiert die Rolle von Frauen in Forschung, Technologie und Innovation sowie die Herausforderungen bei ihrer Beteiligung am Patentgeschehen.
08. November 2022

Innovationen entstehen durch Vielfalt. Doch bei Patentanmeldungen sind Frauen in Österreich nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Eine Analyse des Österreichischen Patentamts zeigt, dass hierzulande noch großes Potenzial besteht, mehr Frauen für Forschung, Entwicklung und Schutzrechte zu gewinnen.

Österreich zählt zu den innovationsstärksten Ländern Europas und erreicht regelmäßig Spitzenplätze bei Patentanmeldungen. Umso ernüchternder ist ein Blick auf die Beteiligung von Frauen: Mit einem Anteil von lediglich acht Prozent Erfinderinnen liegt Österreich europaweit am letzten Platz. Die aktuelle Analyse des Europäischen Patentamts und des Österreichischen Patentamts zeigt, dass Frauen in nahezu allen Technologiebereichen, Regionen und Phasen des Innovationsprozesses deutlich unterrepräsentiert sind.

Die Ursachen reichen von der vergleichsweise geringen Zahl von Frauen in technischen Berufen bis hin zu strukturellen Hürden in Forschung, Entwicklung und Industrie. Obwohl Frauen häufig in Forschungs- und Entwicklungsteams mitarbeiten, werden sie deutlich seltener als Erfinderinnen in Patenten genannt. Besonders auffällig ist die Situation an Universitäten, wo Forscherinnen trotz vergleichbarer wissenschaftlicher Leistungen wesentlich seltener patentieren als ihre männlichen Kollegen.

Für den Innovationsstandort Österreich bedeutet dies, dass ein erheblicher Teil des vorhandenen Potenzials ungenutzt bleibt. Die Studien zeigen deutlich, dass mehr Frauen in Technik, Forschung, Unternehmen und Führungspositionen nicht nur eine Frage der Chancengleichheit sind, sondern auch ein wichtiger Faktor für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Die Förderung von Erfinderinnen und innovativen Frauen wird daher eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahre sein.

Quelle: Der Standard, 8. November 2022 (APA)
Titel des Originalartikels: Österreich europaweites Schlusslicht bei Patenten von Frauen

Bildquelle: KI-generierte Illustration (2026), erstellt mit ChatGPT/OpenAI zur visuellen Darstellung des Beitragsthemas.

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