iENA 2011: Österreichs Erfinder*innennachwuchs feiert internationale Erfolge

Österreichs junge Erfinder*innen sorgten bei der 63. Internationalen Erfindermesse iENA 2011 in Nürnberg erneut für beeindruckende Erfolge. Zahlreiche Medaillen, internationale Ehrenpreise und innovative Projekte unterstrichen eindrucksvoll das hohe kreative und technische Potenzial des heimischen Erfinder*innennachwuchses.
Bei der 63. Internationalen Erfindermesse iENA, die vom 27. bis 30. Oktober 2011 in Nürnberg stattfand, wurde Österreichs Erfinder*innennachwuchs erneut für seine herausragenden Leistungen mit Medaillen und Urkunden ausgezeichnet. Mit rund 800 Einzelerfindungen aus 30 Ländern entwickelte sich die iENA einmal mehr zur internationalen Drehscheibe des Erfindungswesens. Fachbesucher*innen aus 41 Nationen informierten sich über die neuesten Innovationen und bestätigten damit die internationale Bedeutung der Veranstaltung. Im Wettbewerb um die kreativsten Jugenderfindungen setzte Österreich erneut ein starkes Zeichen. Die erfolgreichen Projekte entstanden im Rahmen einer vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie Jugend Innovativ unterstützten Initiative.
Silbermedaillen für kreative Ideen mit praktischem Nutzen
Gleich drei Jugendprojekte wurden mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Der Deutschtrainer für Kinder mit Migrationshintergrund, entwickelt von Schüler*innen der IT-HTL Ybbs, soll Kindern spielerisch dabei helfen, ihren deutschen Grundwortschatz zu erweitern. Das intelligente Lernspielzeug funktioniert in der ersten Ausbaustufe in Deutsch und Türkisch und wurde speziell für Kinder entwickelt, die aufgrund ihrer Biografie die deutsche Sprache nicht selbstverständlich im Alltag erwerben.
Ebenfalls mit Silber ausgezeichnet wurde „EASY CUT – Einfach zum perfekten Pony“, ein Projekt der Berufsschule Linz I. Die Entwicklung besteht aus einer selbstklebenden Folie mit integrierter Wasserwaage und Schneidehilfslinien, die ein exaktes Schneiden des Stirnhaars sowohl für Profis als auch für Hobbyanwender*innen ermöglicht. Für diese Erfindung erhielt die Projektgruppe zusätzlich den Großen Preis des Europäischen Erfinderverbandes (AEI) sowie das Diplom der International Invention Show & Technomart Taipei.
Die dritte Silbermedaille ging an den TWINCUT, einen Rasenmäher mit integrierter Kantenschneideeinheit, entwickelt an der HTL-BULME Graz. Das Gerät kombiniert zwei Mähsysteme in einer Maschine und überzeugt durch eine innovative zentrale Höhenverstellung, ein besonders wendiges Fahrwerk, hervorragende Schnittqualität, die Eignung für hohes Gras sowie einen leisen und umweltfreundlichen Betrieb.
Bronzemedaille für außergewöhnliches Produktdesign
Mit Bronze wurde das Projekt „Tier-Time – … halt die Schnauze“ der HLA für künstlerische Gestaltung Wien ausgezeichnet. Die kreativen Teetassen verbinden außergewöhnliches Design mit Funktionalität und richten sich gleichermaßen an Kinder wie Erwachsene. Im Mittelpunkt standen ausdrucksstarke Tiermotive mit plastisch gestalteten Lippen und Zähnen sowie die Entwicklung eines attraktiven Serienprodukts, das sich insbesondere als originelles Geschenk eignet.
Gemeinsam mit den Jugendteams präsentierte der Österreichische Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV) außerdem sieben österreichische Einzelerfinder*innen, die ihre Innovationen einem internationalen Fachpublikum vorstellten, wertvolle Kontakte zur internationalen Wirtschaft knüpften und ebenfalls mit Gold- und Bronzemedaillen sowie Urkunden ausgezeichnet wurden.
Goldmedaillen für österreichische Einzelerfinder*innen
Mit Gold ausgezeichnet wurden die light attendance GmbH (Herr Duschek) mit Lucia No03, einem Neurostimulator zur Induktion der „hypnagogen Lichterfahrung“, die Karl Rejlek Ges.m.b.H. (Dr. Puchhammer) mit einem hocheffizienten, verschleißfreien Magnetgetriebe inklusive Drehmoment-Messfunktion, Siegfried Schröcker für „SEAL PROTECT“, einen mobilen Hochwasserschutz für Gebäude, Ing. Johannes Wittmann für eine Anordnung zur induktiven Energieübertragung für elektrisch betriebene Straßenfahrzeuge sowie Karl Zechner für sein Papierfalzgerät.
Mit einer Bronzemedaille wurden GOLFARTLINE – Exclusives Sportmarketing Handelsges.m.b.H. für einen Aufsteller mit Twist & Pout und KISS – Keep It Super Safe beziehungsweise Karten im Sicherheitssafe sowie Josef Winkler für seine verschiebbare Fußablage bei erhöhtem WC-Sitz ausgezeichnet.
OPEV-Ehrenpreis für „easy socket“
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des OPEV-Ehrenpreises an Fabian Diepold, Matthias Schöll und Daniela Frank für ihre Jugenderfindung „easy socket“. Das Hilfswerkzeug ermöglicht es, Starkstromstecker sicher, einfach und ohne Verletzungsgefahr voneinander zu trennen. Mithilfe eines integrierten Hebels wird das Hebelgesetz genutzt, wodurch der notwendige Kraftaufwand beim Trennen der Stecker erheblich reduziert wird.
Nachhaltige Förderung trägt Früchte
Die Erfolge bei der iENA 2011 zeigen eindrucksvoll, welchen Stellenwert die Förderung junger Innovator*innen in Österreich besitzt. Das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend unterstützt gemeinsam mit Initiativen wie dem Österreichischen Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV) sowie „Jugend Innovativ“ der austria wirtschaftsservice (aws) seit vielen Jahren die Entwicklung kreativer Ideen und technischer Innovationen. Die zahlreichen internationalen Auszeichnungen bestätigen, dass sich dieses Engagement nachhaltig auszahlt – und dass Österreich stolz auf seinen engagierten und erfolgreichen Erfinder*innennachwuchs sein kann.
Bildquelle: Österreichischer Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV); abgewandelte Form des iENA-Logos.
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