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iENA Nürnberg

iENA 2015: Österreichs Innovationen international ausgezeichnet

Gruppenfoto der österreichischen Delegation auf der iENA 2015 – Internationale Fachmesse Ideen, Erfindungen und Neuheiten in Nürnberg. Die Teilnehmer*innen stehen gemeinsam vor den Ausstellungsständen des Österreich-Gemeinschaftsstands und präsentieren sich in der Messehalle. Im Hintergrund sind verschiedene Messestände, Informationssysteme sowie Exponate aus den Bereichen Innovation, Maschinenbau und Technologie zu sehen. Die Aufnahme dokumentiert den gemeinsamen Auftritt österreichischer Erfinder*innen, Unternehmen und Projektpartner*innen auf der internationalen Erfindermesse.
03. November 2015

Die iENA 2015 in Nürnberg wurde erneut zu einer Erfolgsgeschichte für Österreich. Gemeinsam mit dem Österreichischen Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV) präsentierten Erfinder*innen und Nachwuchstalente ihre Innovationen einem internationalen Publikum und wurden mit zahlreichen Medaillen sowie Ehrenpreisen ausgezeichnet.

Mit rund 700 Erfindungen aus etwa 30 Ländern zählt die 67. Internationale Erfindermesse iENA vom 29. Oktober – 01. November 2015 zu den bedeutendsten Innovationsplattformen weltweit. Sie bietet Erfinder*innen die Möglichkeit, ihre Entwicklungen einer internationalen Fachjury, potenziellen Wirtschaftspartner*innen und interessierten Besucher*innen vorzustellen. Neben der Bewertung neuer Ideen stehen der fachliche Austausch, wertvolle Rückmeldungen aus der Praxis und die Anbahnung internationaler Kooperationen im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem OPEV präsentierten 2015 vier Jugendprojekte sowie zehn österreichische Einzelerfinder*innen ihre Entwicklungen und überzeugten die internationale Jury mit ihrer Innovationskraft.

Österreichischer Erfinder*innennachwuchs überzeugt die Jury

Besonders erfolgreich verlief die Messe für die österreichischen Jugendteams. Sie wurden mit einer Goldmedaille, drei Silbermedaillen, einer Bronzemedaille sowie einem internationalen Ehrenpreis ausgezeichnet.

Goldmedaille und erster Ehrenpreis der Peter-Jochimsen-Stiftung (€ 5.000)

  • Rehab Fun Ball – Andreas Pop-Buia und Jakob Printz (HTL Ottakring, Wien) 
    Das Projekt motiviert Kinder, physiotherapeutische Übungen spielerisch und regelmäßig durchzuführen. Ein Roboterball wird durch gezielte Bewegungen gesteuert, während eine App erkennt, ob die Übungen korrekt ausgeführt werden und entsprechendes Feedback gibt.

Silbermedaillen

  • Omnis – Hüter des Gleichgewichts – Magdalena Bock und Debbie Fry (Die Graphische, Wien)
    Ein Gesellschaftsspiel für zwei bis vier Personen, das sehende und blinde Menschen gleichermaßen anspricht. Das barrierefreie Spiel fördert den gemeinsamen Austausch und wurde zudem nachhaltig produziert.
  • FEEDIT – Matthias Hochholzer und Mario Stein (HTBLuVA Waidhofen/Ybbs)
    Ein speziell entwickeltes Fütterungssystem soll den stark zurückgegangenen Bestand an Rebhühnern auf natürliche Weise unterstützen. Die Konstruktion verhindert Futterverluste, schützt vor Witterungseinflüssen und lockt zusätzlich Insekten als natürliche Nahrungsquelle an.
  • WOGENFELS Holzbrieftaschen – Stephan Wölcher und Felix Heistinger
    Die Jugendlichen produzieren hochwertige Brieftaschen aus Massivholz bereits selbst in Kärnten. Auch die dafür benötigten Maschinen wurden eigenständig entwickelt und gebaut. Eine eigens entwickelte Holz-Carbon-Hybridkonstruktion ermöglicht besonders dünne und gleichzeitig stabile Modelle.

Bronzemedaille

  • „StyriaWOOD – JUNIOR Company“ des BG/BRG Stainach

Die ausgezeichneten Projekte verdeutlichten eindrucksvoll, wie kreativ und praxisorientiert der österreichische Erfindernachwuchs arbeitet.

Erfolgreiche österreichische Einzelerfinder*innen

Auch die österreichischen Einzelerfinder*innen überzeugten mit einer großen Bandbreite innovativer Entwicklungen und wurden mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen ausgezeichnet.

Goldmedaillen

  • Dr. Eduard Rappold (NUGENIS GmbH) – EBP Epigenetic Brain Protector®
    ein Nahrungsergänzungskonzept zur Unterstützung der Gehirnfunktion im Alter.
  • Hubert Troppmann (Prototypenbau Troppmann) – Vorrichtungen zur Erweiterung der Funktionalität einer Werkstattpresse.
    Die Entwicklung wurde zusätzlich mit dem Preis der Handwerkskammer für Mittelfranken ausgezeichnet.

Silbermedaillen

  • Vojislav Djordjevic – Schleif- und Polieraufsatz mit balgenförmigem Federelement für Handbohrmaschinen.
  • Roman Lamprecht – Selbstkühlende PET-Hülle für Getränkedosen auf Basis der Verdunstungskälte.
  • Horst Nuck – „HaSi“, ein rutschhemmender Gehstockaufsatz für Menschen mit Gehbehinderung.
  • Hermann Riegerbauer – FinPo, ein motorloses Antriebssystem für Surfboards mit gleichzeitigem Trainingseffekt.
  • Martin Nickel (WTEED GmbH) – SundialLED, ein Beleuchtungssystem, dessen Lichtfarbe sich automatisch dem natürlichen Tageslicht anpasst.

Bronzemedaille

  • Johann Schrall – Entleerungsstation für Camping-Toiletten-Boxen mit geruchs- und blickfreier Entleerung.

Weitere präsentierte Innovationen

Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere Entwicklungen vorgestellt, darunter „Schlaf gut Murmel“ von Johann und Gabriela Dürr (VITASECCO) – ein alkoholfreies Getränk auf natürlicher Basis zur Unterstützung eines gesunden Schlafs – sowie die weiterentwickelte Bohrlehre mit integrierter Bohrstaubabsaugung von Bernd Guzmics, die sich zum Messezeitpunkt erfolgreich im Prototypenstadium befand.

OPEV-Ehrenpreis für innovatives Schlafsystem

Der Österreichische Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV) verlieh seinen Ehrenpreis an das Faust-Gymnasium Staufen für das SOFT-SLEEP-SYSTEM. Die Entwicklung kombiniert eine herzpulsgesteuerte, stufenlos geregelte Hintergrundbeschallung mit einem Bio-Rhythmus-System und unterstützt dadurch sanftes Ein- und Durchschlafen sowie die Tinnitus-Therapie. Gleichzeitig ermöglicht das System, den individuell optimalen Zeitpunkt zum Aufwachen zu bestimmen.

Internationale Anerkennung für österreichische Innovationen

Die iENA 2015 bestätigte erneut den hohen Stellenwert österreichischer Innovationen auf internationaler Ebene. Die zahlreichen Medaillen, Ehrenpreise und erfolgreichen Präsentationen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die heimische Erfinder*innenlandschaft ist. Für den OPEV bleibt die iENA eine der wichtigsten Plattformen, um Erfinder*innen beim Schritt von der Idee zur marktfähigen Innovation zu begleiten und österreichische Entwicklungen weltweit sichtbar zu machen.

Bildquelle: Österreichischer Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV); abgewandelte Form des iENA-Logos.

Informationen & Kontakt

Offizielles Logo der iENA
AFAG Messen und Ausstellungen GmbH
Messezentrum 1
D-90471 Nürnberg
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