iENA 2018: Österreichs Erfinder*innen feiern internationale Erfolge

Die iENA 2018 zeigte einmal mehr, dass österreichische Erfinder*innen auch im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen können. Gemeinsam mit dem Österreichischen Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV) präsentierten Jugendteams und Einzelerfinder*innen ihre Innovationen einem weltweiten Fachpublikum und wurden dafür mit zahlreichen Auszeichnungen belohnt.
Vom 1. bis 4. November 2018 fand in Nürnberg die 70. Internationale Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten (iENA)" statt. Die traditionsreiche Erfindermesse zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten internationalen Plattformen für Innovationen und bringt Erfinder*innen, Unternehmen, Investor*innen und Fachbesucher*innen aus zahlreichen Ländern zusammen.
Der OPEV organisierte erneut den österreichischen Gemeinschaftsstand und begleitete vier Jugendprojekte sowie zehn Einzelerfinder*innen nach Nürnberg. Neben der Präsentation ihrer Entwicklungen bot die Messe die Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen, neue Märkte kennenzulernen und wertvolle Rückmeldungen von Fachleuten und Besucher*innen zu erhalten. Die internationale Fachjury würdigte die hohe Qualität der österreichischen Beiträge mit zahlreichen Gold-, Silber- und Bronzemedaillen.
Jugendprojekte mit internationalem Erfolg
Besonders erfreulich war der Erfolg der österreichischen Nachwuchserfinder*innen, deren Projekte im Rahmen von jugend innovativ entstanden. Der OPEV unterstützt diese Initiative seit vielen Jahren, organisiert die Messeteilnahme und begleitet die Teams bei der Vorbereitung auf ihren internationalen Auftritt.
Ausgezeichnet wurden:
- HTBLuVA Waidhofen/Ybbs – Automatische Aufwickelvorrichtung für Sicherheitsnetze: Goldmedaille
- HTBLuVA Salzburg – iZiach, ein digitales System zur Aufzeichnung von Ziehharmonika-Musik: Goldmedaille
- HTL Braunau – Wasserreinigung mit Moringa: Silbermedaille
- HTL Wiener Neustadt – Stallmiststreuer mit integrierter Scheibenegge: Silbermedaille
Die ausgezeichneten Projekte zeigten eindrucksvoll, wie kreative Ideen mit technischem Know-how zu praxisnahen Lösungen für Alltag, Umwelt und Landwirtschaft weiterentwickelt werden können.
Erfolgreiche OPEV-Mitglieder
Auch die österreichischen Einzelerfinder*innen überzeugten mit einer beeindruckenden Bandbreite an Innovationen aus den Bereichen Energietechnik, Umwelt, Haushalt, Bauwesen, Design und Medizintechnik.
Ausgezeichnet wurden:
- easyout GmbH – Franz Toth: easyout® Einhandstecker – komfortables einhändiges Ausstecken von Netzsteckern. Goldmedaille
- E&H Schnarchfrei GmbH – Enrico Bottini: 123schnarchfrei – Trainingssystem zur Reduzierung von Schnarchen. Goldmedaille
- Ernst Geiger: Gießkannenaufsatz für eine gleichmäßige und wassersparende Bewässerung. Bronzemedaille
- Martin Grabner: Wiederverschließbare Portionier- und Verschlussvorrichtung für Streichwurstverpackungen. Goldmedaille
- HALE GmbH – Ing. Richard Feuerhuber: Innovatives Verbundsicherheitsglaselement für Fassaden- und Innenraumlösungen. Goldmedaille
- Mag. Alfred Hemerka: Universal-Blumentopf mit integriertem Wasserspeicher und Wurzelbelüftung. Silbermedaille
- Schröcker OG – Siegfried Schröcker: water"Sdop" – mobiler Hochwasserschutz für Türen und Fenster. Goldmedaille
- Tinventions – Hubert Troppmann: Handpresse zur platzsparenden Verdichtung von Verpackungen. Bronzemedaille
- TRINITY – Kimberly Lang: Modulares Bekleidungssystem mit innovativer Reißverschlusslösung. Silbermedaille
- Ing. Walter Haslmair: Wärmekraftmaschine zur Nutzung industrieller Niedertemperatur-Abwärme. Goldmedaille
Die ausgezeichneten Erfindungen verdeutlichen die Vielfalt österreichischer Innovationskraft – von nachhaltigen Energielösungen über Hochwasserschutz und Gebäudetechnik bis hin zu praktischen Alltagshelfern und technischen Spezialentwicklungen.
OPEV-Ehrenpreis für junge Erfinder*innen
Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung des OPEV-Ehrenpreises an Sina Dorner und Martin Weinfurter vom Erfinderclub „Nussknacker“ des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums. Ausgezeichnet wurde ihre „Pipettenbrille“, eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Entwicklung, die das Verabreichen von Augentropfen erleichtert und insbesondere älteren oder motorisch eingeschränkten Menschen zugutekommt.
Die iENA 2018 bestätigte einmal mehr den hohen Stellenwert Österreichs innerhalb der internationalen Erfinder*innenszene. Für den OPEV war die Messe erneut eine hervorragende Gelegenheit, österreichische Innovationen weltweit sichtbar zu machen, den internationalen Erfahrungsaustausch zu fördern und Erfinder*innen beim Aufbau neuer Kontakte und Kooperationen zu unterstützen.
Bildquelle: Österreichischer Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV); abgewandelte Form des iENA-Logos.
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