WISA 2020: Innovationen auch unter besonderen Bedingungen

Die WISA 2020 stand ganz im Zeichen der COVID-19-Pandemie. Trotz der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen bot die Messe dem Österreichischen Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV) erneut eine wichtige Plattform, um Innovationen einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch wenn die Veranstaltung kleiner ausfiel als in den Vorjahren, blieb die Qualität der ausgestellten Entwicklungen ungebrochen.
Vom 25. bis 27. September 2020 präsentierte der Österreichische Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV) seine traditionelle Erfinderschau auf der WISA in St. Pölten. Der OPEV-Messestand war pandemiebedingt kompakter gestaltet, dennoch nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, mit den Erfinder*innen persönlich ins Gespräch zu kommen und sich über neue Entwicklungen zu informieren. Gerade in einer Zeit, in der persönliche Begegnungen selten geworden waren, zeigte sich der hohe Stellenwert solcher Veranstaltungen für den Austausch zwischen Erfinder*innen und Öffentlichkeit.
Innovationen trotz außergewöhnlicher Rahmenbedingungen
Auch 2020 zeigte die Erfinderschau wieder die große Bandbreite österreichischer Innovationen. Von praktischen Alltagshelfern über Garten- und Umwelttechnik bis hin zu anspruchsvollen technischen Entwicklungen reichte das Spektrum der ausgestellten Lösungen.
Zu den langjährigen Ausstellern gehörte erneut Hans Horvath, der seinen bewährten KNAXI präsentierte. Ebenfalls vertreten war Ing. Erich Pastner aus Krems mit einer Auswahl seiner vielseitigen PASTNERIT-Produkte, die seit vielen Jahren für innovative Lösungen im Bau-, Hygiene- und Sanitärbereich stehen. Besonderes Interesse weckte auch diesmal wieder „Oxy“, das in Industrie, Haushalt und im Poolbereich vielseitig eingesetzt werden kann.
Die Familie Geiger aus Tirol stellte ihre aus Biopolymer gefertigten Gießkannenaufsätze vor. Durch unterschiedlich breite Wasseraustrittsöffnungen ermöglichen sie eine besonders gezielte und wassersparende Bewässerung – von einzelnen Blumentöpfen bis hin zu größeren Pflanzflächen. Mit dieser einfachen, aber durchdachten Lösung wird eine herkömmliche Gießkanne deutlich vielseitiger und komfortabler in der Anwendung.
Mit einer praktischen Entwicklung für Gartenbau, Landwirtschaft, Bauwirtschaft und Freizeitanlagen präsentierte Vladimir Tranzik seinen neu entwickelten Schuhsohlenreiniger. Bewegliche Stahlborsten sorgen dafür, dass Wasser ausschließlich dort austritt, wo tatsächlich Druck ausgeübt wird. Dadurch werden Schuhsohlen effizient gereinigt und gleichzeitig Wasser eingespart.
Ein technisches Highlight der Erfinderschau war der von Heinz Mühlleitner entwickelte Robocanter. Das intelligente Dekantiersystem verbindet automatische Flaschenpositionierung, programmierbare Temperaturregelung und moderne Bluetooth-Steuerung zu einer innovativen Lösung für Weinliebhaber*innen und die Gastronomie. Die Kombination aus präziser Mechanik und intelligenter Steuerung machte den Robocanter zu einer der technisch anspruchsvollsten Entwicklungen der Ausstellung.
Ergänzt wurde die Erfinderschau durch eine neu entwickelte Schraubzwinge mit beweglicher, gefederter Druckplatte. Durch die automatische Anpassung an das Werkstück verbessert sie den Halt bereits beim Vorspannen und erleichtert zahlreiche Arbeiten in Werkstatt und Handwerk. Für diese Entwicklung lag bereits ein Prototyp vor, während die Patentanmeldung zu diesem Zeitpunkt bereits eingereicht war.
Persönlicher Austausch bleibt unersetzlich
Gerade unter den besonderen Bedingungen des Jahres 2020 wurde deutlich, welchen Stellenwert persönliche Gespräche für Innovationen haben. Die Möglichkeit, Entwicklungen direkt vorzuführen, Fragen zu beantworten und unmittelbare Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher zu erhalten, ist für viele Erfinder*innen ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Vermarktung. Gleichzeitig entstehen auf Messen wertvolle Kontakte zu Unternehmen, Fachleuten und potenziellen Kooperationspartner*innen, die den weiteren Entwicklungsprozess entscheidend unterstützen können.
Die WISA 2020 machte deutlich, dass Innovationen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen entstehen und ihren Weg zum Publikum finden. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen sind persönlicher Austausch, ehrliches Feedback und neue Kontakte wichtige Bausteine auf dem Weg von der Idee zur erfolgreichen Innovation.
Rückblickend markierte die WISA 2020 zugleich das Ende einer langjährigen Tradition. Sie war die letzte WISA-Messe in St. Pölten und damit auch der letzte Auftritt der OPEV-Erfinderschau auf dieser Veranstaltung. Über viele Jahre bot die WISA österreichischen Erfinder*innen eine wertvolle Bühne, um ihre Innovationen einem breiten Publikum zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen und wertvolle Erfahrungen für die weitere Entwicklung ihrer Projekte zu sammeln. Die zahlreichen Begegnungen, Innovationen und gemeinsamen Erfolge bleiben ein bedeutender Teil der Geschichte des OPEV.
Bildquelle: Österreichischer Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV); abgewandelte Form des WISA-Logos.
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