1946 – Der Wiederaufbau beginnt

Mit der behördlichen Genehmigung der neuen Statuten und dem Wiederaufbau der Landessektionen begann 1946 die Rückkehr des österreichischen Erfinder*innenwesens auf eine gemeinsame organisatorische Grundlage.
Nach den ersten Wiederaufbauversuchen in der Steiermark knüpfte Ing. Friedrich Schmiedl Kontakte zu Gleichgesinnten in Wien. Dabei kam er mit Ludwig Köllner, dem Leiter des Pressedienstes der Staatskanzlei im Heeresamt, in Verbindung. Köllner gehörte zu jenen Persönlichkeiten, die sich in den schwierigen Nachkriegsjahren aus eigener Initiative für die Wiederbelebung des österreichischen Erfinderwesens einsetzten und die Gründung eines neuen gesamtösterreichischen Verbandes vorantrieben.
Gemeinsam verfolgten sie das Ziel, den Erfinderverband wieder auf eine gesamtösterreichische Grundlage zu stellen. Ein wichtiger Schritt gelang, als die Statuten des Dachverbandes „Österreichischer Patentinhaber- und Erfinderverband“ vom Bundesministerium des Innern unter der Zahl 46-442/IV145 bewilligt wurden. Damit waren die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um die organisatorische Aufbauarbeit nach den Jahren des Krieges wieder aufzunehmen.
In den folgenden Monaten machte man sich daran, die verschiedenen Zweigverbände und Landessektionen neu zu gründen und die Kontakte zwischen den Erfinder*innen im ganzen Land wiederherzustellen. Schritt für Schritt entstand wieder jenes Netzwerk, das bereits vor dem Krieg eine bedeutende Rolle für das österreichische Erfinder*innenwesen gespielt hatte. Damit war der Grundstein für den Wiederaufbau des Verbandes gelegt und ein neues Kapitel seiner Geschichte konnte beginnen.
Bildquelle: KI-generierte Illustration (2026), erstellt mit ChatGPT/OpenAI als künstlerische Rekonstruktion auf Grundlage historischer Fotografien und zeitgenössischer Darstellungen.
Vorlage: Porträt von Ing. Friedrich Schmiedl – Friedrich Schmiedl (Bildausschnitt), Foto Gerstenberger, 2. Februar 1960, Fotografie © GrazMuseum