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1949 – Erinnerung bewahren, Innovation fördern

Mit der feierlichen Einweihung des Marcus-Grabmals und der Gründung neuer Schutzrechtsorganisationen setzte der Verband 1949 ein Zeichen für die Verbindung von Tradition, Innovation und rechtlichem Schutz.

Das Jahr 1949 stand für den Österreichischen Patentinhaber- und Erfinderverband ganz im Zeichen des weiteren Aufbaus und der Festigung seiner Arbeit. Während einerseits bedeutende Persönlichkeiten der österreichischen Technikgeschichte gewürdigt wurden, richtete sich der Blick zugleich auf neue Aufgaben und die Unterstützung von Erfinder*innen, Unternehmer*innen und Schutzrechtsinhaber*innen.

Nur ein Jahr nach der Stiftung des Ehrengrabes für Siegfried Marcus erhielt dieses eine würdige künstlerische Gestaltung. Am 26. Juni 1949 wurde das von Professor Petrucci geschaffene Grabmal unter großer öffentlicher Beteiligung feierlich eingeweiht. Zu den Ehrengästen zählte unter anderem Bürgermeister Dr. h.c. Theodor Körner. Die Feier verdeutlichte die hohe Wertschätzung, die Marcus als Wegbereiter des Motorfahrzeuges und bedeutender österreichischer Erfinder bis weit in die Nachkriegszeit genoss.

Gleichzeitig weitete der Verband seine Aktivitäten aus. Um allen technisch und geistig Schaffenden noch besser Unterstützung bieten zu können, wurde der „Österreichische Marken- und Musterschutzverband“ gegründet. Nach der behördlichen Genehmigung vom 7. September 1948 nahm die neue Organisation im Februar 1949 ihre Tätigkeit im Rahmen des Erfinderverbandes auf. Ihre Mitteilungen wurden fortan ebenfalls im Verbandsorgan „Österreichischer Pionier“ veröffentlicht.

Ziel des neuen Verbandes war es, Personen und Unternehmen aus Gewerbe, Handel und Industrie zusammenzuführen, die Marken- oder Musterrechte besaßen oder deren Schutz anstrebten. Damit wurde das Tätigkeitsfeld des Erfinderverbandes deutlich erweitert. Neben Patenten rückten nun auch Marken und Geschmacksmuster stärker in den Fokus, um Innovationen nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich und rechtlich abzusichern.

Das Jahr 1949 zeigt damit beispielhaft, wie der Verband zwei wichtige Aufgaben miteinander verband: die Bewahrung des Andenkens an große österreichische Erfinderpersönlichkeiten und die aktive Unterstützung jener Menschen, die mit neuen Ideen, Produkten und Entwicklungen die Zukunft gestalten wollten.

Bildquelle: GuentherZ, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons