1972 – Abschied vom Palais Ferstel

Nach mehr als zwei Jahrzehnten im traditionsreichen Ferstel-Palais begann für den Österreichischen Patentinhaber- und Erfinderverband 1972 ein neues Kapitel. Mit dem Umzug in die Mariahilfer Straße endete eine prägende Ära der Verbandsgeschichte.
Seit dem Jahr 1950 befand sich die Geschäftsstelle des Österreichischen Patentinhaber- und Erfinderverbandes im renommierten Palais Ferstel an der Wiener Freyung. Die historischen Räumlichkeiten hatten den Wiederaufbau des Verbandes nach dem Zweiten Weltkrieg begleitet und waren über viele Jahre Mittelpunkt zahlreicher Aktivitäten, Sitzungen und Initiativen des österreichischen Erfinder*innenwesens.
Im Mai 1972 musste das Büro jedoch aufgrund der bevorstehenden Revitalisierung des Palais Ferstel aufgegeben werden. Damit endete eine mehr als zwanzigjährige Verbindung zwischen dem Verband und einem der bedeutendsten Wiener Palais des 19. Jahrhunderts.
Der Umzug bedeutete jedoch keinen Rückschritt, sondern einen Neuanfang. Der Verband bezog neue Räumlichkeiten in der Mariahilfer Straße, die fortan als neue Heimstätte dienten. Von dort aus setzte der Österreichische Patentinhaber- und Erfinderverband seine Arbeit für Erfinder*innen, Patentinhaber*innen und Innovationen fort.
Der Standortwechsel steht beispielhaft für die Fähigkeit des Verbandes, sich immer wieder an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Während sich Gebäude, Adressen und Arbeitsumfelder änderten, blieb das zentrale Anliegen unverändert: die Förderung österreichischer Erfinder*innen und die Unterstützung technischer Innovationen.
Bildquelle: Pymouss, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons