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1971 – Erfinder*innen fordern bessere Rahmenbedingungen

Mit einer großen Enquete im Wiener Semperit-Zentrum rückte der Österreichische Patentinhaber- und Erfinderverband 1971 die Anliegen von Erfinder*innen und Patentinhaber*innen in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion.

Am 24. Juni 1971 veranstaltete der Österreichische Patentinhaber- und Erfinderverband im Wiener Semperit-Zentrum eine groß angelegte Enquete zum Thema „Der Durchbruch der Erfinder*innen im eigenen Land“. Die Veranstaltung stand unter dem Ehrenschutz von Ministerin Dr. Hertha Firnberg, Minister Dr. Josef Staribacher, Minister Moser sowie Bundeskammerpräsident Rudolf Sallinger und unterstrich damit die wachsende Bedeutung von Innovation und Erfindungswesen für die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs.

Im Mittelpunkt der Enquete stand die Frage, wie die Rahmenbedingungen für Erfinder*innen und Patentinhaber*innen verbessert werden könnten. Viele Innovationen entstanden zwar in Österreich, fanden jedoch oft nur schwer den Weg in die wirtschaftliche Umsetzung. Der Verband machte daher auf zahlreiche Herausforderungen aufmerksam, mit denen Erfinder*innen bei der Verwertung ihrer Ideen konfrontiert waren.

Als Vorsitzender des Kuratoriums präsentierte Ing. Schuster ein umfassendes 10-Punkte-Forderungsprogramm. Darin wurden unter anderem gefordert:

  • weitgehende steuerliche Entlastung von Erfinder*innen und Patentinhaber*innen
  • Prämien für den Export innovativer Ideen
  • eigenes Erfinderförderungsgesetz
  • Anerkennung von Patenten als wirtschaftlicher Wert
  • Mitspracherecht von Erfinder*innen bei einschlägigen Beratungen in Parlament, Wirtschaft und Interessenvertretungen etc.

Die Enquete machte deutlich, dass technische Innovation nicht allein von guten Ideen abhängt. Ebenso wichtig sind politische, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Erfinder*innen dabei unterstützen, ihre Entwicklungen erfolgreich umzusetzen und auf den Markt zu bringen.

Rückblickend ist bemerkenswert, wie aktuell viele der damaligen Forderungen auch heute noch erscheinen. Fragen der Innovationsförderung, des Schutzes geistigen Eigentums, der Finanzierung neuer Entwicklungen und der gesellschaftlichen Anerkennung von Erfinder*innenleistungen beschäftigen Politik, Wirtschaft und Forschung bis in die Gegenwart.

Mit der Enquete von 1971 positionierte sich der Österreichische Patentinhaber- und Erfinderverband einmal mehr als wichtige Stimme der österreichischen Erfinder*innen und setzte sich aktiv für bessere Bedingungen zur Förderung von Innovation und technischem Fortschritt ein.

Bildquelle: KI-generierte Illustration (2026), erstellt mit ChatGPT/OpenAI als künstlerische Rekonstruktion auf Grundlage historischer Quellen und zeitgenössischer Darstellungen.