1967 – Abschied von zwei großen Pionieren

Das Jahr 1967 stand für den Österreichischen Patentinhaber- und Erfinderverband auch im Zeichen des Abschieds. Nachdem bereits 1966 mit Dipl.-Ing. Guido Pirquet ein bedeutendes Ehrenmitglied verstorben war, verlor der Verband am Beginn des Jahres 1967 mit Dr. Ing. Igo Etrich eine weitere herausragende Persönlichkeit des österreichischen Erfinderwesens.
Mit dem Tod von Dipl.-Ing. Guido Pirquet (*1880, † 1966) verlor die Welt einen der großen Wegbereiter der Raumfahrt und Österreich einen herausragenden Vertreter technischer Zukunftsvisionen. Pirquet war Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Raumforschung und zählte zu den wichtigsten Förderern der Raumfahrtidee im deutschsprachigen Raum. Für seine Verdienste wurde er unter anderem mit der Hermann-Oberth-Medaille sowie der Prechtl-Medaille der Technischen Hochschule Wien ausgezeichnet. Über viele Jahre brachte er sein Wissen, seine Erfahrung und seine Begeisterung für technische Innovationen auch in die Arbeit des Österreichischen Patentinhaber- und Erfinderverbandes ein.
Nur Monate später, am 4. Februar 1967, musste der Verband einen weiteren schweren Verlust hinnehmen. Mit Dr. Ing. Igo Etrich verstarb einer der bedeutendsten österreichischen Flugzeugpioniere des 20. Jahrhunderts. Sein Flugzeug „Taube“ gilt als Meilenstein der frühen Luftfahrtgeschichte und machte seinen Namen weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Etrich verkörperte jenen Erfindergeist, der Mut, technische Kreativität und den Willen zum Fortschritt miteinander verbindet.
Beide Persönlichkeiten standen für jene Generation von Pionier*innen, die technische Grenzen überwanden und Entwicklungen ermöglichten, die ihre Zeit weit überdauerten. Mit ihrem Tod verlor der Verband nicht nur zwei Ehrenmitglieder, sondern auch zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten, deren Leistungen bis heute einen festen Platz in der österreichischen Innovationsgeschichte einnehmen.
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